Zum Inhalt springen

Steg des Vertrauten

Die Häuser
so dicht aneinandergereiht
der Horizont droht sich dahinter aufzulösen.
Es ist ein feuchtkühler Herbsttag
die Sonne verhält sich wie es für diese Jahreszeit üblich ist
zurückhaltend und bescheiden
das Lächeln
welches gerade noch auf deinem Gesicht zu sehen war
ein bisschen wie das Tagesgestirn
verschwindet bald hinter den mit grau bepinselten Wolken
der Expressionist war frisch am Werk.

Einfangen wollte ich es, dein Lächeln,
in den Garten meiner geschätzten Erinnerungen pflanzen
habe ich es doch ziehen lassen
wie einen Nomaden auf Reisen
denn dein Lächeln war nicht meins zu tragen
zwei unabhängige Geister
die sich schrankenlos ein Plätzchen teilten

Einen Gang nach dem nächsten
schrittweise nach vorne
finde ich zu mir
der Entschluss ist gefallen
so wie ich auf dem Steg des Vertrauten stehen bleibe
in die Ferne schaue
zum Gesichtskreis deines Erdballs
auf das treibende Meer der Heimatlosen
dort wo du zu Hause bist.